TIPS - INSEKTENSTICHE< zurück
Sie sind zumindest immer lästig und manchmal gar ein medizinisches Problem - die vielen Insekten, die unsere Kinder und uns in jedem Sommer auf die eine oder andere Art plagen. Zunächst können wir aber sehr froh sein, dass diese Insekten uns zumindest keine bedrohlichen Erkrankungen bringen. Das war nicht immer so. Noch in den 1950'ger Jahren gab es in Bayern und Niedersachsen noch einzelne Gebiete mit Malaria. Ob wir das im Rahmen der Klimaerwärmung noch mal erleben werden?
Gefährliche Ereignisse gehen im Wesentlichen auf allergische Reaktionen durch Biene oder Wespe, bzw. ganz gelegentlich auch Hornisse zurück. Während letztere zwar sehr groß ist, so ist sie auch sehr friedlich und bei einem Stichereignis ist das Allergierisiko gering. Ganz anders bei Bienen und Wespen. Aber auch bei diesen treten schwerwiegende allergische Reaktionen praktisch nie bei ersten Stich auf. Glücklicherweise kündigen sich diese schweren allergischen Reaktionen meist dadurch an, dass schon bei den vorausgegangenen Stichereignissen zunehmend heftigere Reaktionen auftreten. Wenn also der erste Stich einer Biene eine Schwellung von fünf cm Durchmesser macht, der zweite Stich eine Nesselsucht auslöst und der dritte Stich nach einem Jahr dazu führt, dass ein Gefühl von Enge im Halsbereich auftritt, dann ist es wichtig, eine Abklärung beim Allergologen durchzuführen.
Abgesehen von den allergischen Reaktionen treten natürlich massenhaft "harmlose", aber ärgerliche Stiche auf. Diese können im Wesentlichen nur dadurch zum Risiko werden, dass sie sich infizieren und im Extremfall zu einer Blutvergiftung (Lymphadenitis; Sepsis) führen.
Die wichtigste Maßnahme ist, alles daran zu setzen, die Insekten von sich abzuhalten. In der Wohnung sind Fliegengitter an den Fenstern eine ideale und völlig unschädliche Methode. Das bedeutet aber auch eine gewisse Disziplin. Es ist nicht sinnvoll, Balkontüren im Rahmen einer Grillparty offen stehen zu lassen und abends mal kräftig durchzulüften. Denn alle Insekten gehen nicht auf das Licht zu, sondern sie werden von Wärme angezogen. Und wenn es abends kühler ist, werden sie wie magisch von den warmen Innenräumen angelockt.
Beim Aufenthalt draußen können Repellents eine große Hilfe sein. Hier ist besonders Autan Family im Moment sehr zu empfehlen, welches auch für Kinder geeignet ist. Eine solche Maßnahme ist günstig, wenn ein längerer Ausflug ins Freie (gerade in der Nähe von Teichen, Seen) geplant ist. Für eine regelmäßige tägliche Anwendung besteht kein Anlaß.
Dann kann man nur noch den Schaden begrenzen. Die ideale Arznei ist dann die Zwiebel. Sie wirkt antimikrobiell durch verschiedene schwefelhaltige Substanzen und Flavonoide. Die Anwendung ist einfach: eine frisch aufgeschnittene Zwiebel direkt für einige Minuten auf die Stichstelle gelegt mindert die Folgereaktion deutlich ab.
Ähnlich gut wirkt auch menschlicher Speichel. Denn auch er enthält antimikrobielle Wirkstoffe, die ihm im Regelfall dabei helfen, üble Krankheitserreger bereits im Mundbereich abzufangen und nicht bis in die Höhlen des Magens bzw. in das Bronchialsystem kommen zu lassen.
Und gegen jede Entzündung wirkt auch Eis oder kaltes Wasser - also Kühlung. Wenn also die Zwiebel nicht zu bekommen ist, so ist meistens der Speichel die beste Variante: einfach, sofort und immer frisch verfügbar (Schämen Sie sich nicht!).
Die helfen sicher dem Hersteller:. Sie kühlen und hinterlassen dadurch das Gefühl einer Hilfe, sind aber objektiv nicht wirksam. Wirksam sind jedoch in schwierigeren Fällen Antihistaminika wie Fenistil -Tropfen, Cetrizin oder Lorano . Beim einfachen Insektenstich sind diese Arzneien jedoch übertrieben, es sollte eine ärztliche Untersuchung vor Einsatz dieser Substanzen erfolgen.