tips  TIPS - MUNDHYGIENE

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Die Mundhygiene wird selbst bei den Vorsorgeuntersuchungen nur mit wenigen Worten gewürdigt. Dabei ist sie eminent wichtig. Was nun im Einzelnen "richtig" ist zur Zahnpflege, darüber streiten sich noch die Experten. Seien Sie also nicht verwirrt, wenn Sie unterschiedliche Hinweise für den Gebrauch von Zahnpasta oder die Dauer des Zähneputzens finden. Keine Zweifel bestehen darüber, daß Zähneputzen zur Mundhygiene unverzichtbar ist und daß darüber hinaus auch andere Begleitumstände beachtet werden sollten.

Zahnpflege

Die Qualität des Zähneputzen zeigt sich nicht in der Dauer oder in der Produktion von Schaum, wie man das auf Campingplätzen oft beobachtet. Ein zu häufiges und aggressives Zähneputzen kann sogar das Auftreten von nocht karies-bedingten Zahnschäden hervorrufen. Deshalb empfehlen die amerikanischen Zahnärzte lediglich die zweimalige tägliche Zahnpflege mit einer weichen bis mittelharten Zahnbürtse. Dies sollte mit einem Druck von 150 Gramm - was dem Gesicht einer Orange entspricht (Anpressdruck auf einer Küchenwaage testen) erfolgen. Ein bestehender Zahnbelage wird jedenfalls nach mehr als 2 Minuten Putzen und einem Druck voon mehr als 150 Gram nicht mehr geringer. Dafür treten jedoch Schäden am Zahnschmelz und an den freiliegenden Zahnhälsen auf.

Süßes?

Wir wollen uns das Leben gelegentlich versüßen. Warum auch nicht? Und gönnen wir es auch unseren Kindern. Auch Kinder dürfen Schokolade und Kuchen essen sowie süße Getränke trinken. Wichtig ist nur, daß der Mund und die Zähne ausreichende Ruhepausen brauchen. Kinder sollen also - je nach Alter - durchaus über mehrmals 2 Stunden am Tag nichts in den Mund nehmen, so daß sich dieser ausreichend mirt Speichel "reinigen" kann. Ganz besonders ungünstig ist das ständige Nuckeln an irgendetwas - ob Lutscher, Flasche mit Saft oder Brezeln. Wenn Jinder einmal Weinen oder vor Schmerz schreien ist Trost wichtig. Kinder brauchen Trost, aber den Trost der Eltern und nicht den angeblichen Trost irgendeines Getränkes.

Mein Kind will die Zähne nicht putzen?

Warum sollte ein Kind Zähne putzen wollen? Woher soll es um die Bedeutung von Karies wissen? Wie soll ein Kind im Alter von 1 Jahr verstehen, daß der Zahnausfall nach Karies seine Schönheit im Jugendlichenalter stört? Und daß dies zu Frust des Jugendlichen und Erwachsenen führt? Nehmen wir also die Führungsrolle als Erwachsene an. Wir wissen, was mangelnde Mundhygiene bedeutet. Und deswegen opfern wir täglich einige Minuten hierfür. Machen wir also unseren Kindern mit Liebe und Beharrlichkeit klar, daß Zähne einfach geputzt werden müssen.

Aber ich gebe doch die Fluortabletten!

Die Fluortabletten sind kein Ersatz für's Zähneputzen. Es gibt einige Arbeitsgruppen, die eine Fluoridierung für die gesamte Kleinkinderzeit empfehlen, andere sehen dies eher kritisch. Alle sind sich jedoch darin einig, daß die alleinige Gabe von Flourid als Tablette nicht ausreicht. Also auch mit Tablette müssen die Zähne geputzt werden.

Wie immer wenn es um Kinder geht, sind Sie als Vorbild für Ihr Kind entscheidend. ERlebt ein Kind die Eltern beim Zähneputzen, so übernimmt es dieses Verhalten auch in absehbarer Zeit für sich selbst. Lassen Sie Ihr Kind auch in diesem Bereich an Ihrem Alltag teilnehmen. Ihr Kind darf also wie selbstverständlich - schon als Säugling - Ihnen beim Zähneputzen zusehen. Das prägt und läßt die Zahnpflege zu etwas ganz Normalem werde, über das man später kaum diskutieren muß.

Um Ihnen den Start zu erleichtern werden wir ab sofort bei der Vorsorgeuntersuchung U5 Ihrem Kind die erste altersgerechte Zahnbürste überreichen.